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JUGEND / ARBEIT / CD / 2007

JUGEND - Feature Deutschlandfunk:

Redaktion Frank Kämpfer
Musikforum, 21.05 Uhr
Dienstag, den 6.03.2007

CD-Produktion Jugend.
Lieder von Haydn, Schubert, Brahms, Wolf, Mahler, Eisler und Jürgens
(Oliver Augst, Marcel Daemgen, und Christoph Korn,
Alexandra Maxeiner, Michaela Ehinger, Rüdiger Carl, Thomas Dézy, Chris Cutler, Georg Wolf)

von Hanno Ehrler

Teil 1

Am Mikrofon Hanno Ehrler. Heute stelle ich Ihnen eine neue CD-Coproduktion aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal vor. Die Frankfurter Künstlergruppe Arbeit mit Oliver Augst, Marcel Daemgen und Christoph Korn bearbeitete Lieder und Kunstlieder, hauptsächlich aus der Romantik, von Joseph Haydn, Franz Schubert, Johannes Brahms, Hugo Wolf, Gustav Mahler, Hanns Eisler und Udo Jürgens. Diese Lieder interpretiert die Gruppe in neuen instrumentalen und elektronischen Arrangements.
Hören Sie zunächst „Verborgenheit“ von Hugo Wolf. Die Ausführenden sind Alexandra Maxeiner, Marcel Daemgen, Thomas Dézy und Chris Cutler.

MUSIK 01
Verborgenheit (Track 11)
Alexandra Maxeiner, Marcel Daemgen, Thomas Dézy, Chris Cutler
Aufnahme Deutschlandfunk
3´12´´

Wie in der Originalfassung beginnt diese Interpretation des Liedes „Verborgenheit“ von Hugo Wolf mit einem kurzen, verhaltenen Instrumentalvorspiel. Man hört jedoch nicht das Klavier, sondern leichte Akzente auf dem Becken, ein Instrument, das zum Drumset des Popschlagzeugers gehört. Dann beginnt die Solistin. Statt mit klassischer Geste singt sie mit einer chansonhaften Stimme. Jetzt kommt das Klavier dazu sowie weitere Klangelemente: ein Schlagzeugpart und ein streicherähnlicher, elektronisch erzeugter Klanghintergrund. Das romantische Klavierlied ertönt im Gewand der Popmusik, oder plakativ gesagt, aus dem klassischen Stück wird ein Popsong.
Oliver Augst, Marcel Daemgen und Christoph Korn bilden die Frankfurter Künstlergruppe „Arbeit“, die bereits eine Reihe von Projekten realisiert hat. „Jugend“ heißt das Projekt, im Rahmen dessen die CD-Produktion mit Interpretationen romantischer Kunstlieder entstand. Oliver Augst, geboren 1962, ist Performer, Komponist und Bühnenbildner. Er studierte visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Bühne an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und Popularmusik/Performance an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg. Er arbeitet als freischaffender Komponist, Musiker und Performer. Marcel Daemgen, geboren 1965, absolvierte eine klassische Musikausbildung mit den Schwerpunkten Klavier und Studiotechnik. Seit 1989 arbeitet er als freischaffender Komponist, Produzent und live-Musiker. Christoph Korn, geboren 1965, studierte Politologie, Soziologie und Philosophie in Frankfurt am Main. Dort ist er Dozent für Ästhetik und Improvisation an der University of Applied Sciences. Seit 1989 arbeitet er als freischaffender Musiker und Komponist.
Wegen der unterschiedlichen Ausbildungs- und Erfahrungshintergründe beschäftigen sich die vier Künstler nicht nur mit Musik. Ihre Tätigkeiten umfassen auch die Bereiche Performance, Theater, visuelle Kunst, Politik und Philosophie. Bei der künstlerischen Arbeit greifen diese verschiedenen Bereiche ineinander und bereichern das Hauptarbeitsfeld Musik. Dort ist das Lied der Pol, um den alle Projekte der Frankfurter Künstlergruppe kreisen. Seit vielen Jahren beschäftigen sich die Musiker mit seinen verschiedenen Ausprägungen in Geschichte und Gegenwart. Es bildet die Projektionsfläche, auf der sich ihre kompositorische Aktivität entfaltet. Das Lied dient gewissermaßen als Matritze, in die sie ihre eigenen musikalischen Kreationen einbetten. Dabei steht jedes Projekt unter einem ganz bestimmtem Fokus. Vor „Jugend“ waren es Themen wie „Volkslied“, „Heimat“ oder „Marx“. Und jedesmal waren Lieder beziehungsweise bestimmte Liedformen der Ausgangspunkt der kompositorischen Arbeit.
Beim Projekt „Jugend“ beschäftigte sich die Gruppe mit dem romantischen Klavierlied. Die Musiker interessierten sich vor allem für einen Blick auf diese klassische Gattung aus der Perspektive der heutigen Zeit und der heutigen Musikproduktion. Durch die historische Kluft zwischen dem 19. Jahrhundert und der Gegenwart ergaben sich sehr schnell Fragen, wie sich etwa die Form des Kunstlieds mit der Form heutiger Popsongs vergleichen läßt. Oliver Augst:

1. O-Ton Augst
Das ist natürlich ne aufregende Entdeckung gewesen, daß diese Lieder aus der Romantik formal oft irrsinnig nah an dem dran ist, was wir bis heute in der Popmusik um die Ohren gedudelt bekommen, wenn man sich nicht selber dahinterklemmt, diese Stücke erarbeitet, ist Wahrnehmung oft eine andere, durch diesen Gestus in der Interpretation, die dem Kunstlied gegeben ist, klassischer Liedgesang Klavierbegleitung, da kriegt man oft nen ganz anderen Zugang oder keinen, und dreht man das rum erlaubt sich die Sachen anders anzupacken, dieses Schema ist heute noch gang und gäbe, die klassische Abfolge Strophe Refrain, jeder Popsong läuft genauso ab, die Harmoniegebung übrigens auch, das ist grade bei Lied der Mignon frappierend, und darauf hat sich Marcel gestürzt, das wollen wir jetzt mal rauskitzeln was daran eigentlich so Pop ist, ist für uns wirklich interessant gewesen, daß das eigentlich bis heute von der Form immer noch total gültig ist, ja. 1´14´´

Solche Erkenntnisse sind die Arbeitsgrundlage der Künstlergruppe. Die These etwa, daß die formalen Strukturen des Kunstlieds und der Popmusik sich gleichen oder zumindest sehr ähnlich sind, fließt in die Bearbeitungen der Musiker ein. Sie überlagern die originalen Partituren mit Schemata der Popmusik. So ergeben sich leichte Verschiebungen und Verkantungen zwischen beiden Phänomenen. Die Gestalt des Kunstlieds ändert sich, so daß seine Funktion als klassisches Werk aufgehoben wird. Ein Stück historischer Musik löst sich aus der Bindung an sein Genre und wird in die heutige Zeit transportiert.
Wie die Form so verändert die Gruppe „Arbeit“ auch den Klang der Musik. Der Gesang von Oliver Augst, und auf anderen Titeln der CD von Alexandra Maxeiner, folgt nicht der klassischen Artikulation, sondern er ist modern im Sinne von U-Musik. Auch bei der instrumentalen Begleitung, im Original meistens das Klavier, greifen die Musiker zu Mitteln, die man mit U-Musik assoziieren kann.
Bei Franz Schuberts „Lied der Mignon“ wird der Gesang von einem konventionellen Schlagzeugpart und, wie schon bei „Verborgenheit“ von Hugo Wolf, von einem Pop-typischen Klangteppich untermalt. Dadurch treten die Wiederholungen in Text und Musik viel deutlicher in den Vordergrund als beim Original. Das ganze Lied erscheint in einem völlig neuen Kontext.

2. O-Ton Augst
Was wir jetzt mehr gemacht haben als Dinge dazugefügt und neu komponiert, ist eher tendenziell, daß wir die Sachen so irrsinnig abgespeckt haben, opulente Arangements auf der neuen Platte, aber auch einige Stücke dabei, die in den harmonischen Raffinessen reduziert wurden, so daß man nachvollziehen, wirklich Schablone wie anständig gemachte Popmusik klingen würde, hängt ganz stark damit zusammen daß es bei den meisten Stücken ein durchlaufendes Metrum, ist ja in den Originalfassungen nicht vorgesehen, im Gegenteil, da ist ja dieser impulsive Gestus dieses Ausmalen der live-Interpretation, das würde ja jeden Liedbegleiter auszeichnen, daß er mitatmet, das ist widersprüchlich zu der Auffassung mit der wir uns in Popmusik grade beschäftigen, ist erstrebenswert, das es so was wie ein Groove etwas Durchlaufendes bei den meisten dieser Stücke gibts tatsächlich diesen durchlaufenden Groove, ist ein andere Schwerpunkt, man dekonstruiert das komplett oder baut eine neue Komposition um so ein altes Schema drumrum. 1´22´´

MUSIK 02
Lied der Mignon (Track 4)
Oliver Augst, Marcel Daemgen, Thomas Dézy, Chris Cutler
Aufnahme Deutschlandfunk
3´13´´

Sie hörten das „Lied der Mignon“ von Franz Schubert, interpretiert von Oliver Augst, Marcel Daemgen, Thomas Dézy und Chris Cutler.
Es gehört zur Arbeitsweise der Künstlergruppe, zu einem Thema wie „Jugend“ unterschiedliche künstlerische Manifestationen zu entwickeln . Eine davon ist die hier vorgestellte CD-Produktion, andere Formen wären Hörspielarbeiten für Radio und Internet sowie Bühnenauftritte, wie die erste Realisation von „Jugend“; die Performance fand am 6. März des Jahres 2005 im Sendesaal des Deutschlandfunk anläßlich des Festivals „Forum Neue Musik“ statt.
Diee künstlerische Arbeit mit ihren verschiedenen Ausprägungen ist ein work in progress, ein sich ständig über einige Jahre weiterentwicklender Komplex. Manches bleibt dabei für Variationen und Fortentwicklungen offen, etwa die Bühnenauftritte, die jedesmal verschieden sein können, anderes materialisiert sich als Endprodukt, wie die CD-Produktion.
Zum Begriff „Jugend“ kam die Gruppe „Arbeit“ über die Beschäftigung mit der Romantik und dem romantischen Kunstlied. Marcel Daemgen:

3. O-Ton Daemgen
Jugend ist die Zeit im Leben verabschiedet von der Kindheit Weg suchen Identität suchen wer bin ich was bin ich rebelliert gegenüber dem Elternhaus, gegenüber der vorherigen Generation so hat sich das abgebildet immer wieder und Romantik als Epoche die eigentlich auch Rebellion gegen das verkrustete feudale System war, wo immer auch noch die Kirche und Gott die oberste Instanz war, und seit der Romantik ist das Ich das Individuum oberste Instanz, wenn man die Text betrachtet von Schubert der Erlkönig, da gehts um Jugend, Kind Heranwachsenden, Verlockungen, nur wer die Sehnsucht kennt, wenn das kein Jugendtext ist, nur mal als Beispiel, insofern gibt's ne klare Verbindung zwischen dem Begriff Jugend und Romantik. 0´54´´

Die Zeit der Romantik bringen die Musiker mit dem Phänomen „Jugend“ in Verbindung und unserer heutige Zeit nennen sie mit Bezug darauf „Nach-Jugend“.

4. O-Ton Daemgen
Das ist die Jugend unserer heutigen Zeit in der wir heute noch leben, wir sind heute nicht mehr in der Jugend, Nachjugend Reifezeit, alles was wir heute tun, auch kulturell und musikalisch, baut auf dem 19. Jahrhundert in der Kultur auf noch nicht drüber weg nicht abgeschlossen, weitergeführt, immer von neuen weitergeführt, 19. Jahrhundert war in der Literatur auch ne Art Jugendzeit. 0´31´´

Der Begriff „Nach-Jugend“ taucht in der heutigen gesellschaftlichen Debatte nicht auf. „Jugend“ hingegen spielt eine geradezu zentrale Rolle und scheint sogar Qualitäten eines Mythos zu besitzen. Jugend gilt als Wert an sich, sowohl äußerlich, wenn noch die letzte Gesichtsfalte chirurgisch eliminiert werden muß, wie auch als Lebensmodus, der sich durch Energie, Aktivität oder „gute Laune“ ausdrückt. Sich jung zu geben zählt zu den gesellschaftlich positiv belegten und erwarteten Verhaltensweisen.
Der Jugendwahn unserer Gesellschaft fußt unter anderem auf Sehnsucht, einem Phänomen, das kulturell und ästhetisch vor allem der Romantik verhaftet ist und worauf sich die Gruppe „Arbeit“ bezieht. Außerdem verbinden die Musiker, ebenfalls ganz im Sinne der Romantik, mit „Jugend“ das „Unverbrauchte“, das jugendlich revoltierende Erkennen und eine intellektuelle, geistige Revolution. Es ist ein Aufbegehren gegen das Bestehende, eine Kritik an der Tradition. Ausgegangen waren die Künstler dabei von der Figur Sigmund Freud. Dessen Psychoanalyse begreifen sie als einen Dreh- und Angelpunkt zwischen dem Phänomen „Jugend“ in der Romantik und der „Nach-Jugend“ der Gegenwart. Oliver Augst:

5. O-Ton Augst
Wir haben parallel in dieser Arbeit mit Liedern aus der Romantik mit Sigmund Freud beschäftigt, das dreht sich ja immer wieder auch um dieses Zeitalter von gestern was wir verlassen haben um den Dreh mit Freud, und dann in Nachjugend hineingegangen sind das heißt das Zeitalter von Gestern, das bricht zusammen, das ist der 1. Weltkrieg der 2. Weltkrieg die ganze Psychoanalyse schaltet uns in neues Zeitalter rein, das wär dann sowas wie Nachjugend wo wir uns jetzt befinden. 0´41´´

All diese Faktoren schwingen mit im Begriff „Jugend“, wie ihn die Musiker der Gruppe „Arbeit“ verstehen. Sie nehmen ihn nicht in einem wörtlichen, lexikalischen Sinn, sondern versuchen ihn eher poetisch zu betrachten, ihn mit schillernden Assoziationen und mehrschichtigen Bedeutungszusammenhängen zu belegen. „Jugend“ als Titel ihres Projekts ist, wie die Musiker sagen, eine Behauptung, ähnlich vielleicht einer Hypothese in der Wissenschaft. Die Behauptung dient nun als Reibefläche, auf der ganz verschiedene Eigenheiten und Charakteristika von „Jugend“ erforscht werden können.
Bei „Oft denk ich, sie sind mir ausgegangen“ aus den „Kindertotenliedern“ von Gustav Mahler ist die Begleitung stark reduziert. Dadurch rückt die melancholische Grundstimmung des Liedes ganz stark in den Vordergrund. Hören Sie Alexandra Maxeiner, Thomas Dézy, Chris Cutler und Georg Wolf.

MUSIK 03
Oft denk ich, sie sind mir ausgegangen (Track 6)
Alexandra Maxeiner, Thomas Dézy, Chris Cutler, Georg Wolf
Aufnahme Deutschlandfunk
3´10´´

Die Frankfurter Musiker haben eine spezielle Arbeitsweise entwickelt, die sie bei allen ihren Projekten anwenden. Sie wählen zunächst ein Thema. Dann sammeln sie Material zum Thema, Partituren von romantischen Klavierliedern, Aufnahmen, Texte und Ideen. Eigenständig und für sich hantiert jeder Musiker mit dem gefundenen Material. Jeder hat die notwendige Computertechnik zur Verfügung, um Musik zu bearbeiten, zu fragmentieren, zu variieren, zu collagieren, oder auch Neues dazu zu komponieren.
Beim Projekt „Jugend“ mit dem romantischen Klavierlied im Zentrum der Aufmerksamkeit kann das zum Beispiel die Isolierung einer Melodie sein, ihre Transformierung von klassischem Gesang zu einer chansonhaften Geste, das Verändern eines flexiblen, atmenden Rhythmus in einen gleichmäßigen Groove, auch die Hinzukomposition eines Klanghintergrunds oder Entwicklung eines elektronischen Klangfelds für ein Stück und die Markierung von Passagen durch scharfe Schnitte, die in den Fluß der Musik einbrechen.
Durch solche kompositorische Verfahren entstehen Geräusche, Tonschnipsel, computergenerierte oder mit Stimme und Instrumenten erzeugte Elemente oder bereits bestimmte Fassungen von Liedern. Diese Elemente betrachten die Musiker als „Archiv“, als einen Pool von Materialbruchstücken, die entweder im Sampler liegen und von dort elektronisch abgerufen werden können, oder die ganz konventionell auf Papier und Notenblättern notiert sind.
In „Feldeinsamkeit“ von Johannes Brahms wird die durchlaufende Begleitung des Originals stark reduziert, beinah fragmentisiert. Außerdem tritt, kaum merklich, zum Klavier ein Kontrabaß hinzu. Die Ausführenden sind Alexandra Maxeiner, Thomas Dézy und Georg Wolf.

MUSIK 04
Feldeinsamkeit (Track 13)
Alexandra Maxeiner, Thomas Dézy, Georg Wolf
Aufnahme Deutschlandfunk
2´56´´

Eine ähnliche Reduktion der ursprünglichen Gestalt des Kunstlieds komponierten die Musiker mit ihrer Bearbeitung des Liedes „Heimkehr“ von Johannes Brahms. Einige an- und abschwellende, beinah statisch wirkende Akkordeontöne bilden den instrumentalen Part. Von der Motorik des originalen Klaviersatzes bleibt nichts mehr zu spüren, und auch die Harmonik wird durch die statisch melancholische Interpretation fast völlig zurückgedrängt. Der Gesang, leise und verhalten, steht zu großen Teilen völlig unbegleitet zwischen den Akkordeonklängen im Raum. Das ganze Lied fällt aus seinem urspünglichen Kontext heraus. Es erscheint wie eine Erinnerung an diesen Kontext, wie eine Neubetrachtung oder Neubeleuchtung des Gedichts, das jetzt in einer modernen Klangatmosphäre ruht, dank der Stimmen von Oliver Augst, Alexandra Maxeiner und Rüdiger Carl.

MUSIK 05
Heimkehr (Track 10)
Oliver Augst, Alexandra Maxeiner, Rüdiger Carl
Aufnahme Deutschlandfunk
6´40´´

Der Akkordeonpart bei der Interpretation des Brahms-Liedes „Heimkehr“ wirkt wegen seiner statischen Struktur fast wie elektronische Musik. Das kommt nicht von ungefähr, denn Elektronisches nimmt bei der Arbeit der Frankfurter Künstlergruppe großen Raum ein. Die Musiker verwenden E-Gitarren, Synthesizer, den Computer, der als Universalmaschine vielfältige Möglichkeiten der Musikbearbeitung und Komposition bietet, sowie etliche andere elektronische Geräte.
Auch auf der CD-Produktion „Jugend“ sind viele Titel mit geräuschhaften Elementen durchsetzt. Sie bilden Rhythmen aus Knacken und Brummen, und es kann sein, daß der gesamte Song aus Geräuschen, Störgeräuschen und verfremdeten Gesang besteht - wie im Lied „Mondnacht“ von Robert Schumann. Oliver Augst und Marcel Daemgen sind die Ausführenden.

MUSIK 06
Mondnacht (Track 8)
Oliver Augst, Marcel Daemgen
Aufnahme Deutschlandfunk
2´56´´

Ähnlich extrem mit geräuschhaften Klängen unterlegt, mit einem hohen Pfeifen als Hauptelement, ist das Lied „Tod und Schlaf“ von Jospeh Haydn. Es interpretieren Alexandra Maxeiner, Chris Cutler und Christoph Korn.

MUSIK 07
Tod und Schlaf (Track 3)
Alexandra Maxeiner, Chris Cutler, Christoph Korn
Aufnahme Deutschlandfunk
3´00´´

Die Verwendung von geräuschhaften Klängen bei der Bearbeitung der romantischen Lieder wirkt vielleicht extrem und fremdartig. Geräusche als musikalisches Material jedoch findet man heute in vielen Bereichen von Musik. Im zeitgenössischen Komponieren und in der elektronischen Musik gehören sie zum allgemeinen Klangrepertoire. Bei der musique concrète, bei der mit Aufnahmen von Umweltgeräuschen komponiert wird, bilden geräuschhafte Klänge sogar das Hauptmaterial. Doch auch in der Popmusik, selbst in der rein kommerziellen, gehören Geräusche ganz selbstverständlich zum Sound dazu. So erlebte, nachdem in den 90er Jahren die Vinylplatte neu entdeckt wurde, das früher als Störgeräusch empfundene Knacken und Knistern der Nadel eine Renaissance und bildete bald ein häufig eingesetztes Klangelement der digitalen Musikproduktion.
Ähnlich wie bei solchen Pop-Produktionen arbeiten die Musiker bei ihrer Interpretation des „Erlkönig“ von Franz Schubert. Das Lied durchzieht ein aus Störgeräuschen erzeugter Perkussion-Part, der dem Ganzen den durchlaufenden Groove verleiht. Diesen kombinieren die Musiker mit instrumentalen Sounds und einem Gesang, der sich, wie auch bei den anderen Liedern der CD, einer klassischen Geste enthält und eher in den Bereich Pop oder Chanson gehört.
Mit ihrer komplexen und geräuschhaften Interpretation des „Erlkönig“ zielen die Musiker vor allem auf den Gehalt des Textes. Er trägt etwas Geheimnisvolles, ja geradezu Tiefenpsychologisches in sich, was eine Verbindung zwischen romantischer Dichtung und der Psychoanalyse von Sigmund Freud assoziieren läßt. Marcel Daemgen:

7. O-Ton Marcel Daemgen
Der Erlkönig ist ein Lied, wo es um einen Traum geht das Kind träumt hat Visionen Eingebungen Unterbewußtsein was sich meldet, Text die vertont wurden spiegelt sich die Themaitk wer bin ich was habe ich getan was geht in mir vor ich will es verstehen, das sind alles Fragen mit denen der Freud sich auch beschäftigt hat im weitesten Sinne. 0´34´´

Es interpretieren Oliver Augst, Marcel Daemgen und Thomas Dézy.

MUSIK 08
Erlkönig (Track 1)
Oliver Augst, Marcel Daemgen, Thomas Dézy
Aufnahme Deutschlandfunk
2´56´´

Das Material, mit dem die Bearbeitung von Schuberts „Erlkönig“ komponiert ist, gehört zum Material-Pool des Projekts „Jugend“. Hier auf der CD ist jedes Detail bis in kleinste ausgefeilt. Jeder Sound ist präzise gesetzt und ausgepegelt, nichts bleibt dem Zufall überlassen. Anders ist das, wenn die Künstlergruppe auf der Bühne steht. Bei der Performance „Jugend“ dominiert spontanes Improvisieren, etwa bei der Wahl des Klanghintergrunds, beim Einspielen von melodischen Elemente und bei der Klanggestaltung überhaupt. Schließlich können auch Elemente aus Materialien eindringen, die nicht zum Komplex „Erlkönig“ gehören, aber simultan dazu erscheinen. Hören Sie einen Ausschnitt aus der live-Performance „Jugend“ mit Oliver Augst, Marcel Daemgen, Thomas Dézy und Christoph Korn.

MUSIK 09
Erlkönig, live-Performance 11.3.2005, Mousontrum Frankfurt
Oliver Augst, Marcel Daemgen, Thomas Dézy, Christoph Korn
Aufnahme Interpreten
3´46´´

Im heutigen Musikforum hören sie Lieder der Romantik - neu interpretiert von der Frankfurter Gruppe „Arbeit“ in ihrem Projekt „Jugend“. Nach den Nachrichten folgt der zweite Teil.



Teil 2

Am Mikrophon Hanno Ehrler. Wir setzen fort mit der Präsentation der CD „Jugend, Lieder der Romantik“ - neu interpretiert in Fassungen der Frankfurter Gruppe „Arbeit“ von und mit Oliver Augst, Marcel Daemgen und Christoph Korn.
Hier zunächst die mit geräuschhaften Klängen komponierte Bearbeitung des Liedes „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ von Gustav Mahler. Es interpretieren Oliver Augst, Michaela Ehinger, Chris Cutler und Christoph Korn.

MUSIK 10
Ich bin der Welt abhanden gekommen (Track 5)
Oliver Augst, Michaela Ehinger, Chris Cutler, Christoph Korn
Aufnahme Deutschlandfunk
6´20´´

Die exzessive Verwendung von Geräuschen charakterisiert die musikalische Arbeit der Frankfurter Künstlergruppe Oliver Augst, Marcel Daemgen und Christoph Korn. Ein geräuschdurchsetzter Sound ist sozusagen ihr Markenzeichen, wobei das Schwergewicht auf solchen Geräuschen liegt, die normalerweise als Störgeräusche gelten wie Knistern, Knacken oder Brummen.
Viele Titel auf der CD „Jugend“ jedoch klingen anders als auf den CD-Produktionen der vorhergehenden Projekte und anders auch als bei der live-Performance von „Jugend“. Die Musiker bedienen sich in viel größerem Ausmaß konventionell wirkender Klänge. Zwar sind diese auch mit Geräuschen durchzogen. Aber die instrumentale Anmutung steht deutlich im Vordergrund. Marcel Daemgen:

8. O-Ton Marcel Daemgen
Das liegt wohl daran, daß wir dieses Mal entschieden haben, den großen Teil mit akustischen Instrumenten vorzunehmen, wir haben dieses Mal Musiker eingeladen, Chris Cutler, den Georg Wolf am Bass, Thomas Dézy am Klavier, Rüdiger Carl am Akkordeon, mit denen wir diese Stücke eingespielt haben, dadurch im Prinzip ist sie ne richtige Band entstanden, son richtiges Trio, son klassisches Chansontrio, das bringt diese Veränderung daß es konventionell klingt, weil Klänge nicht mehr verfremdet werden, sie klingen ganz sauber klassisch aufgenommen, und dann ist es bei den Liedern auch so, daß ich denke, die sind so stark im Gehalt, daß sie natürlich auf von den Texten, das ist Goethe, Heinrich Heine sind die Texter, daß die sich behaupten, die kann man nicht so einfach mitlaufen lassen. 0´53´´

So wird den Texten der Lieder stets großes Gewicht beigemessen. Selbst bei den geräuschhaften Titeln, bei denen wenig oder gar nichts Instrumentales mehr zu hören ist, erscheint der Gesang in der gleichen chanson- oder popmusikartigen Geste wie bei den anderen Titeln der CD. Es entsteht ein starker Kontrast zwischen dem konventionellen Singen und dem experimentellen Geräusch. Je größer dabei die klangliche Spannung, desto pointierter wirkt der Textgehalt.
Bei den instrumental gespielten Titeln erreichen die Musiker eine Betonung des Textgehaltes durch die spezielle Art ihrer Interpretation. Ganz offensichtlich ist das beim Lied „Der Tod, das ist die kühle Nacht“ von Johannes Brahms. Die einzige Funktion der Begleitung scheint es zu sein, den Gesang zu unterstützen, die Struktur des Textes durch Akzente zu betonen und inhaltliche Höhepunkte zu unterstreichen. Es interpretieren Oliver Augst, Alexandra Maxeiner, Thomas Dézy, Chris Cutler und Georg Wolf.

MUSIK 11
Der Tod, das ist die kühle Nacht (Track 7)
Oliver Augst, Alexandra Maxeiner, Thomas Dézy, Chris Cutler, Georg Wolf
Aufnahme Deutschlandfunk

2´52´´
Das Gewicht auf instrumentalen Klängen, wie man es im Brahms-Lied „Der Tod, das ist die kühle Nacht“ hören kann, entstand unter anderem aus ganz pragmatischen Gründen. Oliver Augst:

9. O-Ton Oliver Augst
Jetzt ist diese Frage vielleicht zwingend, jetzt hört man diese Platte uns sagt, warum machen die mit akustischen Instrumenten, aber wir haben beim Deutschlandfunk in Köln die Möglichkeit in den Sendesälen Aufnahmen zu machen, und wir hatten seit Jahren das Gefühl, wir müßten das eigentlich mal auch richtig ausschöpfen, um dieses Medium auch adäquat umzusetzen, wenn wir da nur immer hinkommen und an unseren Mischpulten die Regler hochziehen, dann muß man sagen, da ist das eigentlich eine unangenehme Widersprüchlichkeit, weil wir diese gleichen Aufnahmen auch bei uns zu Hause im Wohnzimmer machen könnten, also lag eigentlich seit Jahren, und das ist ja die vierte Platte, die wir in Koproduktion mit dem Deutschlandfunk herausgeben, lag also in der Luft, da mal einfach einen Schritt näher auch an diese Produktionsbedingungen ranzugehen und das wirklich in gewisser Weise optimal umzusetzen, wenn man die Aufnahmen hört, wie son Flügel klingen kann, wie son Schlagzeug klingen kann, und so weiter, das ist schon wahnsinnig toll, und das ist eine Chance, die wir ergriffen haben. 1´01´´

Ein regelrechter „Band-Sound“, wie die Musiker selbst es nennen, trägt beispielsweise das Lied „Im Treibhaus“ von Richard Wagner. Die Ausführenden sind Oliver Augst, Thomas Dézy, Chris Cutler und Georg Wolf.

MUSIK 12
Im Treibhaus (Track 2)
Oliver Augst, Thomas Dézy, Chris Cutler, Georg Wolf
Aufnahme Deutschlandfunk
5´13´´

Die Verbindung des auf der CD „Jugend“ dominanten konventionell akustischen Klangs mit extrem geräuschaften Sounds erzeugt eine Spannung, die sowohl eine klangliche ist als auch eine inhaltliche. Sie gehört zum künstlerischen Konzept der Frankfurter Gruppe, das sich unter anderem aus den speziellen Interessen der Musiker ergibt.
Ein Schwerpunkt ist die Beschäftigung mit dem Lied und den Ausprägungen der Gattung in Geschichte und Gegenwart. Lieder scheinen eine geradezu ureigene Faszination auf die Künstler auszuüben. Sicherlich hat das damit zu tun, das alle Musiker der Gruppe eine mehr oder minder stark ausgeprägte Affinität zur Popmusik verspüren, bei der ja die Liedform kaum je verlassen wird.
Ebenso gilt das Interesse der Musiker einem sehr freien und experimentellen Umgang mit Klängen, bei dem sie vor allem elektronische Mittel verwenden. Der Schwerpunkt Elektronik entwickelte sich jedoch nicht ausschließlich aus Interesse. Er entstand auch durch die Rahmenbedingungen unseres Kulturbetriebs, in die die Arbeit der Komponisten eingebettet ist. Oliver Augst:

10. O-Ton Oliver Augst
Wir sind ja von den akustischen Instrumenten nur weggekommen, weil die Produktionsbedingungen, in denen wir uns bewegt haben, das überhaupt nicht ermöglicht haben, welcher Musiker kann schon für ne Woche in ein riesiges Tonstudio gehen und kann einen Steinway-D-Flügel aufnehmen, der zweimal am Tag gestimmt wird, das heißt wir sind ja fast aus soner Kulturnot heraus, weil diese Produktikonsbedingungen nicht zur Verfügung standen, ist ein Mitgrund, warum wir überhaupt, das ist ja, was kulturpolitisch in der Arbeit mit den elektronischen Instrumenten drinsteckt, das ist ja auch irgendwo ne Art Negation vom ganzen Kulturbetrieb, das darf aber nicht dazu führen, daß man das Ganze leerlaufen läßt und sagt, man hat nie was mit Musikinstrumenten zu tun gehabt, das muß man in ein Verhältnis bringen, und ich glaube, daß es sich auf der Platte sich gut abbildet, nicht nur Stücke mit akustischen gibt immer son akustischen Grundsound, da haben wir auch Wert draufgelegt, daß alle Stücke dann doch, auch wenn sie in den extremsten Ausformungen pur elektronisch sind, es wird so eingebettet, daß insgesamt sone Art akustischer Sound übrigbleibt. 1´27´´

Der akustische Sound und das ganz spezielle Spannungsverhältnis, in dem er zum elektronischen Klang steht, verkörpert den experimentellen Geist der Frankfurter Gruppe „Arbeit“. Die Künstler füllen die musikalischen Liedformen mit einer eigenwilliger Klanggestalt zwischen vertraut und fremd, zwischen konventionell und experimentell. Das eröffnet Assoziationsfelder, auf denen bestimmte Inhalte, zum Beispiel die Texte, in ganz neuem Licht erscheinen.
Kunstlied und Popsong werden dabei gleichermaßen reflektiert. Beide Genre stehen gewissermaßen auf dem Prüfstand und werden Fragen ausgesetzt: Gibt es im hehren klassischen Kunstwerk nicht auch triviale Elemente? Was sagen uns die Liedtexte, wenn wir sie mit Schlagern und Songs aus der U-Musik vergleichen? Wie unterschiedet sich die Sicht des Individuums in der Romantik von der Sicht des Individuums heute? Ist ein Massenphänomen wie Popmusik vielleicht nicht ein ebenso ernstzunehmendes Kunstprodukt wie das Kunstlied, das ganz selbstverständlich als qualitativ hochwertig gilt?
So arbeiten die Frankfurter Musiker mit ihrem Projekt „Jugend“ nicht nur das Thema Romantik ab. Es geht ihnen auch um das Hinterfragen von Gegenwärtigem ganz allgemein. Die Künstler konzentrieren sich auf die Inhalte des Materials, sowohl auf die musikalischen wie auf die textlichen. Sie richten ihre Perspektive auf den reaktionären oder progressiven, auf den dogmatischen oder utopischen Gehalt des Materials. Dann setzen sie es in neue Zusammenhänge, lesen die Inhalte auf aus ihrer persönlichen Perspektive und weiten sie in viele Richtungen auf.
Den Projekten von Oliver Augst, Marcel Daemgen und Christoph Korn haftet daher auch ein gesellschaftspolitischer Impetus an. Es ist der mit aktuellen künstlerischen Mitteln geformte Blick, den die drei Künstler in gemeinschaftlichen Aktionen, man könnte fast sagen, Diskussionen auf die heutige Lebenswelt werfen.
Nicht zufällig enthält die Platte auch das Lied „Und es sind die finstern Zeiten“ von Hanns Eisler nach einem Text von Bertold Brecht: Oliver Augst:

11. O-Ton Oliver Augst
Auf allen unseren Platten ist mindesten ein Brecht-Stück drauf, also das gehört irgendwie ein bißchen auch dazu, das war von Anfang an unser Anliegen, diesen Kosmos weiterzuverfolgen, es ist nur ne Frage, man setzt irgendwo einen Schwerpunkt, aber die Ränder schwingen ja mit, von Eisler weiß man, wie er seine Exilieder komponiert in Kalifornien, mit was für einem romantischen Gestus, wenn man ihn nur mal hat alleine vor sich hinträumen lassen, was da für ne Ader eigentlich vorhanden ist, und vielleicht muß man das auch mal anerkennen und nicht nur dieses politische Rückgrat sozusagen überprüfen, und das steckt ja auch da drin, ja, das heißt, Eisler ist nach wie vor sozusagen der Inbegriff dessen, ja, in der Musik schwingt die Romantik extrem mit, er hat diese Scharnierfunktion, insofern bleibt er für uns natürlich zentral. 0´46´´

Es interpretieren Oliver Augst, Rüdiger Carl, Chris Cutler und Georg Wolf.

MUSIK 13
Und es sind die finstren Zeiten (Track 12)
Oliver Augst, Rüdiger Carl, Chris Cutler, Georg Wolf
Aufnahme Deutschlandfunk
3´17´´

Schließlich erwies die Gruppe „Arbeit“ dem Schlager, der ein wichtiges Reflektionsfeld für ihre Interpretationen der romantischen Kunstlieder war, ihre Referenz. Unverfremdet, in einem gewissermaßen reinen Band-Sound erklingt der Udo-Jürgens-Titel „Illusionen“. Im Kontext der CD wirkt er wie der Inbegriff des Schlagers mit seinen klaren Liedformen, seiner voraussehbaren Harmonik und seinem eingängigen Klanggewand. Dabei treten vor allem die Gemeinsamkeiten zwischen hoher Kunst und trivialem Produkt in den Vordergrund und erlauben eine vielleicht ganze neue Bewertung beider Phänomene. Oliver Augst:

12. O-Ton Oliver Augst
Die Platte heißt eben auch nicht 15 Lieder aus der Romantilk neu gemacht, sondern die heißt Jugend, dieser Jugend-Aspekt wird sich bei all diesen Arbeiten so oder so wiederfinden lassen, und das ist das was wir versucht haben, eine schillerndere Ebene einzuführen, als man sagt, als Lieder aus der Romantik quasi neu dargeboten, das wäre dann relativ einsilbig, unter dem Logo Jugend Behauptung, taucht Illusionen auf, im Lied wird das angespielt, wenn man das zurückschaltet aufs 19. Jahrhundert, kann man sagen, da gabs noch Illusionen denen wir hetue nicht merh nachhängen können weil wir mehr gesehen haben historisch gesehen, dieses Lied gefällt mir, und man kann disen Verweis einfach mal bringen, läßt man so stehen wie ein Sample, daß es nicht 1 zu 1 kann jeder hören,wenn man diesen Verweis bringt muß man sich dazu stellen, das ein ist trivial, bleibt auch trivial und wir haben auch diese triviale Ader und fett an der einen oder andere Stelle, bei anderem Stück bricht das alles wieder auseinander auseinander, weil das ein anderes Stück ist einen andere Gesetzmäßigkeit, ne andere Fragestellung, ne andere Notwenigkeit. 1´31´´

MUSIK 14
Illusionen (Track 9)
Oliver Augst, Marcel Daemgen, Thomas Dézy, Chris Cutler, Georg Wolf
Aufnahme Deutschlandfunk
4´33´´

Sie hörten „Illusionen“ von Udo Jürgens, interpretiert von Oliver Augst, Marcel Daemgen, Thomas Dézy, Chris Cutler und Georg Wolf.
Es folgt ein Ausschnitt aus der live-Performance des Projekts „Jugend“, die zum ersten Mal am 6. März des Jahres 2005 im Sendesaal des Deutschlandfunk anläßlich des Festivals Forum Neue Musik zu hören war. Es spielen Oliver Augst, Marcel Daemgen, Thomas Dézy und Christoph Korn.

MUSIK 15
live-Performance 11.3.2005, Mousontrum Frankfurt
Oliver Augst, Marcel Daemgen, Thomas Dézy, Christoph Korn
Aufnahme Interpreten
8´03´´

Im heutigen Musikforum hörten Sie Titel der CD-Produktion „Jugend. Lieder von Haydn, Schubert, Brahms, Wolf, Mahler, Eisler und Jürgens“ - neu interpretiert von der Frankfurter Künstlergruppe „Arbeit“ mit Oliver Augst, Marcel Daemgen und Christoph Korn. Weitere Mitwirkende waren Alexandra Maxeiner Gesang, Michaela Ehinger Sprache, Rüdiger Carl Akkordeon, Thomas Dézy Klavier, Georg Wolf Kontrabaß und Chris Cutler Schlagzeug. Die akustischen Aufnahmen entstanden im Jahre 2005 im Sendesaal des Deutschlandfunk. Die CD „Jugend“ wird am 9. März beim Verlag TextXTND erscheinen. Sie ist über den Handel erhältlich sowie online über www.arbeit-music.com.
Durch die Sendung führte Hanno Ehrler. Redaktion: Frank Kämpfer


E N D E



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