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"Ich leb allein in meinem Himmel", heisst es bei Gustav Mahler, "Ich muss selbst zum Märchen werden" heisst es bei Karl May. Mahler meets May. So spüren die Künstler in ihrem Hörspiel einem großen Kopfabenteurer und zugleich tragischen Helden nach. (SWR2 zu ICH BIN DER WELT ABHANDEN GEKOMMEN - live Hörspiel)

Das Hörspiel informiert umfangreich wie eine Dokumentation über viele Facetten Karl Mays sowie die Karl-May-Rezeption. Allein das macht das Hörspiel hörenswert. Dazu kommen die Lieder – vorgetragen von Oliver Augst und John Birke. Durch ihre gefühlvolle persönliche Vortragsweise holen sie das Publikum aus Karl Mays Welt in das Jetzt. (Kunstgespräche.de zu ICH BIN DER WELT ABHANDEN GEKOMMEN - live Hörspiel)

Man vertonte die kleinen Gaunereien des Herrn May und dessen Lebensweg facettenreich und so war die Begeisterung am Ende des Hörspiels groß. Und die sprichwörtliche Begeisterung war völlig berechtigt! (Journal Frankfurt zu ICH BIN DER WELT ABHANDEN GEKOMMEN - live Hörspiel)

Lösung für großes Rätsel: "Wir gehen dabei mit den Fakten mindestens so gewissenhaft um wie Karl May selbst" (FNP zu ICH BIN DER WELT ABHANDEN GEKOMMEN - live Hörspiel)

Das Hörspiel erzählt vom Druck, "die eigene Biografie zu optimieren, der Sehnsucht nach einem gelungenen Leben, dem Traum zu verschwinden und sich zu verwandeln, von Größenwunsch und -wahn". (FRIZZ Literatur zu ICH BIN DER WELT ABHANDEN GEKOMMEN - live Hörspiel)

Karl May kommt der Welt abhanden. Ein literarisch-musikalischer Parforceritt durch den Wilden Westen und das Deutschland der letzten 150 Jahre. (NZFM zu ICH BIN DER WELT ABHANDEN GEKOMMEN - live Hörspiel)

DVD / Hörbuch des Jahres: Eine Hörcollage aus Texten Martin Kippenbergers. Legendärer Un-Sinn eines Alleinunterhalters. "Aua aua aua - jaja". (TAZ Kultur 11/2011 zu "Kippenberger hören")

Shopping Systems thematisiert auf technisch und kompositorisch avancierte Weise die Utopien, die sich mit der Digitalisierung der Medienkunst Mitte der 90er Jahre verbanden. Konzipiert ist das Projekt zudem als kritische Betrachtung der Verstrickung von Ökonomie/Gesellschaft und selbsternannten Avantgarden/Künstlern. (BR zu "Shopping Systems")

Sehr komplexe Musik/Vorgänge, gleichzeitig konzeptionell streng, nicht um Erklärung bemüht. (Marcus Droß/Mousonturm zu EMT)

Total göttlich: diese minimal-Kombination und der schräge Gesang von Johansson. Opulent, im Sinne von unverbraucht. Deutschlandradio Köln (zu "EISLER IM SITZEN")

Grenzüberschreitendes für Kabarettfreunde, andere sehen darin ein Sakrileg. Verstörend ist es allemal, nichts leicht verdauliches, doch grandios für alle, die ein Ohr haben für akustische Experimente haben und die Kabarett eben nicht als sakrosankte Angelegenheit betrachtet, die mit Rotwein und Eintrittskartenablassbrief erledigt ist. Schrägtöne und anstrengend. Aber auch grandios.
Deutschlandfunk "Querköpfe" (zu "OBEN Beltz remixed")

Gewitzt und pointiert, was diesen oft sprachspielerischen Antichansons durchaus angemessen ist: Asphaltmusik mit Spritzern von Club, Moritat und Westerngitarre…
Radio Z Nürnberg Mai 2011 (zu "OBEN Beltz remixed")

Wirklich gelungen war die musikalische Konzeption. Die Elektoniker Augst & Daemgen steuerten passgenaue Geräusch-Spannungsbögen zum Bühnengeschehen bei.
Marburg News (zu "Ameisen Report")

Beim Nachhauseradeln entsann ich mich eines Spruches von Matthias Beltz. Der Samstag, hat er mal in seiner Vorliebe fürs Makabre gesagt, sei der Faschist unter den Wochentagen, weil er da einfach nicht aus dem Bett rauskomme. Gestern war Samstag. Gut, dass er es gestern geschafft hat, sich mal kurz aus seinem Grab zu erheben.
(zu "OBEN Beltz remixed")

Ein Wiederhören mit unvergessenen Zeilen wie "Parmesan und Partisan, wo sind sie geblieben?/ Partisan und Parmesan, alles wird zerrieben ...", Augst/Carl gehen – auch ohne Glorifizierung und kultisch verklärte Verehrung – liebevoll mit dieser wichtigen Figur Matthias Beltz um.
Journal Frankfurt Februar 2011 (zu "OBEN Beltz remixed")

Beltz-Auferstehung im Mousonturm - mit Keyboards, Electronics und Akkordeon entstanden Kompositionen, die Beltz' Persönlichkeit neu und anders schillern lassen.
Offenbach Post 11.2.2011 (zu "OBEN Beltz remixed")

Kein Zweifel: Matthias Beltz hätte dieser Abend schlicht und einfach gefallen.
FAZ 15.2.2011 (zu "OBEN Beltz remixed")

Eine aufregende und anregende Mischung aus Elektropop, Liedgesang und Chanson, die mit kleinen, aber feinen ironischen Brechungen arbeitet. So bringen tanzbare Beats und kühle Elektrosounds auf dem Album "Marx" frischen Wind in den Muff einiger Hits aus der Arbeiterbewegung. Mit "Brecht/Eisler" blieben ARBEIT Brecht und Eisler genau dadurch treu, dass sie sie elektronisch verfremdeten. Zuletzt hat die Gruppe Lieder von Peer Raben, der unter anderem Filmmusiken zu Rainer Werner Fassbinders Filmen komponierte, aus dem Fundus der Musikgeschichte gehoben.
Frankfurt Live 10.2.2011 (zu "ARBEIT")

Zu dunklen Keyboardklängen und nervösem Schlagwerk: "Ich ging so gern mal in den Wald hinein, mich suhlen wie ein wildes Schwein. Das Rotkäppchen, das war einmal sehr klein, ich geh's jetzt fange, das wird fein./ Doch ich bring's net, doch ich bring's net, doch ich bring's net hinner mich." - Ausgelotete Abgründe und Befindlichkeiten der kleinsten politischen Einheiten.
Frankfurter Rundschau 11.02.2011 (zu "OBEN Beltz remixed")

Ein ganz besonderes Klangerlebnis für echte Beltzianer und Alt-68er: Dank Oliver Augst und Rüdiger Carl bekommt Matthias Beltz endlich seinen Auftritt als Sänger - remixed im Mousonturm.
Journal Nachrichten Kultur 10.2.2011 (zu "OBEN Beltz remixed")

So viel ist sicher: Die Beltz-Fans werden auch neu zuhören oder anders hinhören müssen, auch wenn sie meinen, die Pointe bereits zu kennen.
Rhein Main News 9.2.2011 (zu "OBEN Beltz remixed")

Ein Abend mit ohne Beltz: zwei Musiker bringen Lieder des unsterblichen Kabarettisten auf die Bühne.
DIE WELT KOMPAKT 11.2.2011 (zu "OBEN Beltz remixed")

Folgenreich scheint sich das Re-Design-Konzept der Frankfurter textXTND-Avantgardisten Korn, Daemgen, Augst auch bei anderen Künstlern auszuwirken: Musik der Vergangenheit unterschiedlicher Höhenlage und Nutzungsweise einer klangkünstlerischen Reinigung, Restaurierung und Neuformatierung zu unterziehen.
FR 10.12.2010

"Arbeit nervt": So die zentrale Aussage eines von Oliver Augst vorgetragenen Arbeiterliedes. In der zweiten Veranstaltung der "Utopie Station" im Mannheimer Nationaltheater
Rhein Neckar Zeitung 10.12.2010

Was Marcel Daemgen und Oliver Augst unter dem schlichten Namen ARBEIT veröffentlichen, beschränkt sich nicht auf gefällige Neuarrangements. Ihr Vorgehen ist viel klüger, viel skeptischer, viel radikaler. Worauf sie abzielen ist eine Aktualisierung des Vergessenen, oder auch des allzu Bekannten.
So streuen sie feinen Sand ins Räderwerk des Kulturbetriebs, unterminieren ästhetische Gewissheiten, durchbrechen Genregrenzen, lassen neu hören, was verdrängt, vergessen oder im Rauschen der Ganztagsbeschallung untergegangen ist.
DLF 27.4.2010 (zu ARBEIT FASSBINDER RABEN)

Schwelgen lässt sich zu den Melodien, den kantigen elektronischen Klängen. Und versinken in den Texten, die vor allem von Fassbinder selbst, aber etwa auch von Hans Magnus Enzensberger stammen.
HERTZ 87.9 Radio Bielefeld, Popmoderne (zu ARBEIT FASSBINDER RABEN)

Irrsinnig geschmackvoll und interessante Fassbinder-Filmmusik-Hommage: "Ein Liederreigen um Gesellschaftsspiele von Spannung, Grausamkeit, Logik, Wahnsinn und Erregung".
Die Welt 9.4.2010 (zu ARBEIT FASSBINDER RABEN)

Eine Schaustellung, eine modellhafte Präsenz: Ohne all die vorgehängten Klunker, das propere Elend, das wohlgenährte Fleisch, auch ohne die Wirkmächtigkeit der Filmbilder. Auf Spanten und Gestänge reduziert, bergen die Lieder nach wie vor Sehnsuchtsorte. Chapeau!
Radio Z Nürnberg, Mai 2010 (zu ARBEIT FASSBINDER RABEN)

Da wird gesummt, gebrummelt, geknistert, gefiept und gezirpt, gesungen, gejault und gebrüllt, da wird geräuscht, gekracht und gelärmt - Oliver Augst als Sprecher, Sänger und Stimmwunder und Marcel Daemgen an allerhand elektronischen Klangerzeugern und Gerätschaften lassen die Töne los!
Esslinger Zeitung 8.5.2010 (zu Augst/Daemgen bei KlangSeiten-Festival)

Arrangements Frankfurter Musiker wie Oliver Augst, Michael Daemgen, Annemarie Roelofs oder Martin Lejeune sind so erfrischend, dass es eine helle Freude ist, die vier Schauspieler, die nun nicht gerade alle fulminante Stimmen haben, rhythmusversiert und chorfest singen zu hören
FAZ 14.4.2010 (zu Liederprogramm Theaterhausensemble)

ARBEIT geht es um die moderne Ästhetisierung, man könnte auch sagen um den Remix von Lied-Klassikern unterschiedlicher Genres. - >> Melodische Gesangslinien treffen auf elektronische Klangpanoramen.
Journal Frankfurt, April 2010 (zu ARBEIT FASSBINDER RABEN)

Augst und Daemgen, live vom Schlagzeuger Bernhard Reiß unterstützt, bewegen sich in für sie verlässlichen Koordinaten: Chansons, experimentelle Musik und Elektronik. Sie brechen die Texturen der Lieder auf, füllen die Bruchstellen assoziativ, können aber auch das große Gefühl zulassen. Ein Lied wie "Die großen weißen Vögel" nach einem Text von David Ambach reckt die Faust hörbar dem Himmel entgegen.
Frankfurter Rundschau 8.4.2010 (zu ARBEIT FASSBINDER RABEN)

"Arbeit" hin oder her – der Abend war ein Genuss.
Augst zerlegt mit seinem Drummer und Keyboarder lustvoll Rabens Lieder in Ironie und Pathos, verbindet so Gestern und Heute. Er scheut sich nicht, bei "Die großen weißen Vögel" stimmlich auch Schlagerqualitäten auszuloten, ist aber klug genug, das aufsteigende Pathos gleich wieder zu brechen. So lauschen alle drei Musiker den knisternden und knackenden Störgeräuschen, die unter vielen der gesungenen Lieder liegen, bevor "Liebe ohne Wunder" folgt und dem Titel alle Ehre macht: Augsts hier durch ein Megafon verfremdeter Sprechgesang sezierte Wondratscheks Text und das Auf und Ab des Lebens so, dass von dem eigentlichen wundervollen Gefühl vor allem eines bleibt: ein volles Gefühl, aus kühler Distanz besungen.
Es ist eine aufregende Mischung aus Elektropop, Liedgesang, Chanson. Doch selbst wenn Augst mit volltönender Stimmer bisweilen wie Elvis klingt, kann man sich nicht wohlig in die durch den Gesang verbreitete Wärme kuscheln, denn die nächste kleine aber feine ironische Brechung kommt bestimmt. Oder das Megaphon.
Frankfurter Neue Presse, 09.04.2010 (zu ARBEIT FASSBINDER RABEN)

Manche Arrangements des Duos ARBEIT sind fast besser als das Original, und es ist spannend dieser Musik zuzuhören, die von buchstäblich merkwürdigen Kontrasten lebt. Da ist die ausgebildetet Schönklangstimme von Oliver Augst zu den eigentlich toten Elektronik-Klängen, denen Marcel Daemgen jedoch geräuschhaftes Leben einhaucht.
SWR2, 9. April, 2010, "Journal am Abend" (zu ARBEIT FASSBINDER RABEN)

Sie kommen nicht unmittelbar ans Ohr der Zuhörer im Frankfurter Mousonturm, sondern vermittelt durch die Klangschmelze, die aus Schlagzeuggrundierungen (trocken und sehr gut in den lakonischen Gesamthabitus passend: Bernhard Reiß), wenigen elektronischen Impulsgeräuschen und einer harmonischen Auffächerung der Melodie bestehen. In ihr beginnt der emotionale Kern dieser Fundsachen zu strahlen. Ergreifend die harmonischen Modulationen auf den Klangteppichen, die dem Sentiment die Zunge lösen. Daemgen mit dem Keyboard auf den Knien und Augst mit seiner fesselnden Stimme: "ich war ganz unten,/so lernte ich fliegen."
Frankfurter Rundschau 10.4.201 (zu ARBEIT FASSBINDER RABEN)

Aus dem "Evergreen" Lili Marleen wird hier sozusagen ein melancholischer, tiefgründiger "Everblue".. So gelingt mit der CD "ARBEIT FASSBINDER RABEN" reizvoll- experimentelle Chanson-Popkunst, mit dem ein Stück deutsche Musikgeschichte wieder ins Bewusstsein gerückt wird.
hr2, Musikszene 10. April 2010 (zu ARBEIT FASSBINDER RABEN)

Augsts sonore, voluminöse Stimme schwelgt unverblümt in Schönheit und Melodramatik, entwickelt dann aber auch subversive Dynamik. Mit offensichtlicher Freude wirft sich der versierte Sänger in manche kitschige Melodie, unterminiert sie bisweilen durch Improvisationen in raunende Register oder luftige Höhenlagen... Dennoch inszenieren Augst, Daemgen und Schlagzeuger Bernhard Reiß keine Parodie. Vielmehr transferieren sie Rabens Vorlagen mit ironischer Ernsthaftigkeit und unbedingtem Gestaltungswillen in die Moderne.
FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2010 (zu ARBEIT FASSBINDER RABEN)

Rabens satte Melodien werden gründlich entkernt und des behaglichen Arrangements beraubt. Die Musik bewegt sich dabei zwischen cineastischen Atmosphären-Versatzstücken aus der Dose und rhythmischem Knacken und Knistern. Zu den sparsamen Klängen aus Daemgens Keyboard singt Augst mal als schmalziger Crooner ins herkömmliche Mikrofon oder verzerrt seine Stimme mittels Funkgerät...
Mal erscheint Rabens Musik dann wie ein melodischer Wiedergänger der Glitch-Ästhetik der Neunziger, in denen computergenerierte Störgeräusche die elektronische Musik bestimmten, mal wirkt eines seiner Stücke wie von einem Alleinunterhalter interpretiert, der sich selbst an der Spielzeugorgel begleitet und dabei hin und wieder die falschen Knöpfe dreht... Am besten gelingen die Raben-Updates, wenn sich die beiden Interpreten radikal für eine Richtung entscheiden. Die stark abstrahierte Fassung von "Alles aus Leder" zum Beispiel mit komplexem Schlagzeug und bohrendem Knistern passt fast zu gut zur lyrischen Sado-Maso-Reflexion, in der die verfremdete Stimme die nötige Distanz schafft, um nicht in Entblößungskitsch zu entgleiten. Andererseits bietet die konsequente Billig-Elektro-Bearbeitung von "Good Evening Good Night" einen geeigneten Rahmen für Rabens große Melodie, die eben doch mehr will als nur diskretes Pluckern.
TAZ, 15.04.2010 (zu ARBEIT FASSBINDER RABEN)

Fruchtbare Dissonanzen
Die Südostschweiz 17.8.09 (zu HEIMAT auf dem Festival Alpentöne)

Provokativ
Neue Luzerner Zeitung 17.8.09 (zu HEIMAT auf dem Festival Alpentöne)

Extrempunkt gesetzt
Neue Zürcher Zeitung 17.8.09 (zu HEIMAT auf dem Festival Alpentöne)

Ein dionysischer Grenzgänger zwischen Performance, Musik und Tanz... um all das Totgesagte, das in den Sophiensælen an Vormietern und Taufpaten schlummert, nicht nur in Erinnerung zu rufen - säuselnd, singend, schreiend -, sondern zum Schwingen zu bringen.
taz 12/09 (zu MEGAFON Berlin)

Derart vergnüglich kam im Hörspiel lange nichts mehr daher.
Sächsische Zeitung Dresden 7.10.08 (zu KIPPENBERGER HÖREN)

Wer den Berliner Künstler Martin Kippenberger nie live erlebt hat, sollte das Hörspiel "Kippenberger hören" von Oliver Augst und Rüdiger Carl nicht verpassen. Hier feiert der 1997 verstorbene Maler, Bildhauer, Dichter von Unsinnstexten, Entertainer und Punkmusiker fröhliche Auferstehung. In einer rasanten Text- und Musikcollage überschlagen sich O-Töne von Kippenberger, Rezitationen seiner Nonsensgedichte, musikalische Statements von der Punkfront im guten, alten West-Berlin. Was Kippenberger meinte, wenn er sich selbst einen "ironischen Alleinunterhalter mit Unterwanderungsabsicht" nannte, wird noch einmal ganz und gar plastisch
Der Tagesspiegel, 1.10.08 (zu KIPPENBERGER HÖREN)

Zu Besuch beim "Jongleur der Bruchstücke": eine unterhaltsame, lehrreiche und einfühlsame Stunde, die auch vieles von dem erahnen ließ, was in den 80er-jahren die Kunstszene bewegte und zu neuen Attraktionen und Darstellungsmöglichkeiten führte.
Badische Zeitung 10/08 (zu KIPPENBERGER HÖREN)

KIPPENBERGER HÖREN: Hörspiel des Monats Juli 2008 (Deutsche Akademie der Darstellenden Künste) Begründung der Jury: "Kippenberger hören" überzeugte die Jury als eine kongeniale Beschwörung des genialischen 1997 verstorbenen Malers, Bildhauers, Dichters von Unsinnstexten, Entertainers und Punk-Musikers in einem rasanten Hörstück. Dem Autor und Komponisten Oliver Augst und dem Free Jazz Musiker Rüdiger Carl gelingt es – mit der weiteren Assistenz des Musikers Sven-Ake Johansson -, den forcierten Hohn Martin Kippenbergers auf die spießbürgerlichen Verhältnisse in einer hochvergnüglichen Text- und Musikcollage präsent zu machen. In dichter Folge, musikalisch strukturiert durch wiederkehrende Versatzstücke wie das wehleidige und skurrile "Aua aua aua – jaja" oder "aua aua – neenee", überschneiden und überschlagen sich Originalaufnahmen von Martin Kippenberger, Texte absurder Frechheiten, Nonsensgedichte und Passagen des "ironischen Alleinunterhalters mit Unterwanderungsabsicht". Musik, Kompositionstechnik und Texte unterstreichen die rückhaltlose Verausgabung des Künstlers zum Zwecke der Demontage von Weihestimmung in der Kunst und dem Ziel eines unsentimentalen Durchblicks. "Ist das lustig? Jaa... nee!" (zu KIPPENBERGER HÖREN)

THE WHOLE WORLD IS WATCHING wurde durch die Aufnahme in die Shortlist der Kategorie Hörfunk/Musik "Radio Composition" beim Prix Italia 2008 ausgezeichnet. Jury-Kommentar: Ein ironisch schräger Rückblick auf die linksradikale Bewegung der 1960er Jahre in den USA, erzählt mit den Worten der Protagonisten von damals und subtil unterwandert durch innovative Verwendung musikalischer Elemente. Eine Meisterklasse von Studio-Produktionstechniken.
(PRIX ITALIA zu "The Whole World Is Watching")

"Verschwinden" ist ein dicht gewebtes Stück intelligenten Musiktheaters. Der Text wird zur Partitur. ... Diese musikalische Collage von aggressiv bis harmonisch, von trashig bis fein ziseliert funktioniert wie ein lebendiges Archiv und ist - ähnlich wie die Sprache musikalisch eingesetzt wird - höchst performativ.
CORPUS Wien, 5.3.08 (zu V E R S C H W I N D E N von EMT/John Birke)

Sinfonie aus Text und Ton
NRZ, 25.9.07 (zu V E R S C H W I N D E N von EMT/John Birke)

Kurzweilig, immer überraschend, entführt die Inszenierung in parallele Welten, kleine Zaubertricks inklusive.
WZ, 29.9.07 (zu V E R S C H W I N D E N von EMT/John Birke)

Der Zuschauer muss selbst entscheiden, worauf er seine Aufmerksamkeit setzt. Die Leistung des Ensembles ist es, dass der rote Faden erhalten bleibt. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis: "Ich hatte immer versucht zu fliehen, aber immer wieder traf ich auf mich."
Rheinische Post, 29.9.07 (zu V E R S C H W I N D E N von EMT/John Birke)

Reflektiert postnazistische Romantik-, Schlager- und Popkritik. Es ist ARBEIT gelungen, ein Außerhalb der Kulturindustrie anzudeuten. Ihre Musik dient weder der Kontemplation noch der Zerstreuung. Rezeption bedeutet hier - Arbeit.
KONKRET 8/07, Martin Büsser (zur "JUGEND" CD von ARBEIT)

Die Gruppe ARBEIT fragt in ihrer Bearbeitung von Lagerliedern ausdrücklich nach Angemessenheit und Verantwortung eines solchen Unterfangens.
KONKRET 5/2007 Platte des Monats (zu CD Kompilation Lagerlieder "O bittre Zeit")

Sowas von trashig, um nicht zu sagen dreist, dass es schon wieder gut ist. Eine sympatische Gegenwelt zu manchem Bühnenernst.
NZFM 5/07 (zu "The Whole World Is Watching")

Eine Lektion!
NMZ 5/07 (zu "The Whole World Is Watching")

Mit der Besetzung Pettibon, Schorsch Kamerun von den Goldenen Zitronen und dem Noisemusiker Keiji Haino führt der Regisseur Oliver Augst bewusst eine Konfliktsituation herbei. Denn auf der Bühne prallen drei reale, sehr unterschiedliche solitäre Positionen zur Weatherman-Bewegung aufeinander. Die Divergenz der Meinungen und die daraus resultierenden Spannungen innerhalb der Akteure werden so zum eigentlichen Kern der Aufführung. (...) Pettibons Dialoge bestehen aus anarchistischen Propaganda-Pamphleten, Zitaten der Pokkultur und Alltagsabsurditäten. Er kratzt an dem Weatherman-Mythos. Schorsch Kamerun ist dagegen gefangen in seiner eigenen Ambivalenz: Viel zu sehr sympathisiert und hinterfragt er zugleich die politischen Ideologien der Gruppe. (...) Der Japaner Keiji Haino sorgt in der Inszenierung für ohrenbetäubend schönen Lärm. Lärm, der die Wut und die Kraft der Weatherman symbolisiert, an denen sie schließlich zerbrachen. Die Summe dieser drei Einzelpositionen macht die Inszenierung so sehenswert.
Intro 4/07 (zu "The Whole World Is Watching")

Das Bühnenbild schreit.
DLF 22.3.07 (zu "The Whole World Is Watching")

Es ist bereits die dritte Zusammenarbeit von Raymond Pettibon und Oliver Augst. Der Frankfurter Musiker, Komponist und Absolvent der Hochschule für Gestaltung Offenbach nahm in dieser Produktion erstmals die ungewohnte Rolle des Regisseurs ein, auch um den kreativen Eigensinn von Keiji Haino und Schorsch Kamerun in das Stück zu integrieren. Mit geradezu diebischer Freude zelebriert das Ensemble in seiner skurrilen Show nun Querverweise und Anspielungen. Oliver Augst begleitet ein Video des ersten Weatherman-Kommuniques mit Mundharmonika, deren Klang für amerikanischen Folk und Blues, aber auch für Bob Dylan steht, auf dessen intellektuelle Sprengkraft sich wiederum die Weatherman bezogen. Die fünf Lieder der Aufführung, von Schorsch Kamerun mal melancholisch-fragil, mal ruppig-expressiv gesungen, stammen aus dem Songbook der Oststaaten-Bewegung. Sie adaptieren unter anderem Dylans "Lay Lady Lay" und Lennons "Come Together", dass seinerzeit auch an Timothy Leary adressiert war
FAZ 27.3.07 (zu "The Whole World Is Watching")

"Punx dead / Vaudeville instead", fordert eine Pappwand auf der Bühne.
Kamerun brilliert dabei mit seinem nonchalanten Jungs-Charme zwischen Helge Schneider und Bob-Dylan-Imitator. Und Keiji Haino schmettert dem Publikum in lustigster Grindcore-Manier sein verzerrtes Gegrunze ins Publikum. So geil fühlte sich damals die Kampf-Energie an. So belustigendes Spektakel ist es heute.
DE:BUG 22.3. 07 (zu "The Whole World Is Watching")

Neben Pettibon, Augst und Daemgen agieren der legendäre japanische Free-Form-Gitarrist Keiji Haino und der Sänger der Hamburger Punkband Die Goldenen Zitronen, Schorsch Kamerun: Während der eine für intensive Unmittelbarkeit zuständig ist, sorgt der andere für den Skeptizismus, der sich aus der inzwischen errungenen Einsicht ergibt, dass erstmal keine Revolution mehr kommt. Wenn Pettibon mit einem Pamphlet fertig ist, reißt Haino seine Verstärker auf und spielt eines jener ohrenbetäubenden, vielfach gelayerten Gitarrensoli, für die er berühmt ist. An der besten Stelle des Abends kreischt er in ein übersteuertes Mikrofon, bis sich um seine Stimme kleine blue notes aus Rückkopplungen ranken - worauf das verweichlichte Off-Theaterpublikum sich freilich sofort "aua aua"-jammernd die Ohren zuhält.
Berliner Zeitung 23.3.07 (zu "The Whole World Is Watching")

Tulpen und Sprengstoff gegen das System. Die fünf auf der Bühne sind keine Graubärte, die von alten Zeiten träumen, und sie sind keine ahnungs- und geschichtslosen Spaßmacher, die die Zeichen der Vergangenheit lächelnd beiseite schieben. Sie machen sich zwar lustig über diese abgestandene Ursuppe von Pop und Politik, man kann das ja wirklich nicht mehr ernst nehmen. Aber sie legen viele Dinge auf die Feinwaage und bekommen ein nachträgliches Gespür für deren Gewicht.
So gerät ihre launige theatrale Auseinandersetzung mit dem Weather Underground zu einem Akt intensiv durchlebter Erinnerungs- und Trauerarbeit. Es ist eine Erinnerung an und Trauer um verloren gegangene beziehungsweise unwiederbringlich zerstörte Zusammenhänge. Eine Trauerarbeit, die als Soundtrack eine lärmende E-Gitarre, pluckernde Beats, wuchtiges Schlagzeugrummsen braucht, denn wenn es für Trauer keine Stille gibt, dann ist man nur im Lärm noch für sich. Der Lärm überdeckt nichts, er weckt Erinnerungen und er ist Symptom. Und war es nicht wirklich die ganze gefühlte Welt, die damals zusah und zuhörte?
FR 23.3.07 (zu "The Whole World Is Watching")

Kreisendes Revolutionsexperiment
taz 21.3.07 (zu "The Whole World Is Watching")

Die Geschichte wird abgeblasen. Melancholie des Terrors
Der Tagesspiegel 20.3.07 (zu "The Whole World Is Watching")

Es macht einerseits große Freude zuzusehen, wie Musik entsteht, ohne dass Instrumente gespielt werden oder sonst etwas passiert. Andererseits hat die minimalistische Inszenierung des Spielprozesses eine nicht zu vernachlässigende ästhetische Qualität.
FR 3.1.07 (zu "Blank plays Duden" DVD)

"So und nicht anders!"
FR 12/06 (zu I C H electronic music theater)

Das Ergebnis schafft ein Umfeld, das einen neuen Blick auf diese Musik und die dahinterstehenden Inhalte ermöglicht. Die drei Musiker eröffnen einen Platz für Gedanken zum Umgang mit Verdrängung, Vereinnahmung und dem, was da alles passiert ist vor 16 Jahren mit den zwei Deutschlands, wofür diese standen und vielleicht auch, warum das hier das Land der Unzufriedenen ist. Ein modernes Trauerspiel.
DE:Bug 9/06 (zu "MARX" CD)

Reflektion über nationale Identität, historische und räumliche Situationen.
Der Standard 10.10.6. (zu I C H electronic music theater/Steirischer Herbst, Graz, A)

Ziemlich originell: Ein Gewirr aus Stimmen, Klängen; ein Drama ohne Schauspiel.
Kronen Zeitung 09.10.2006 (zu I C H electronic music theater/Steirischer Herbst, Graz, A)

Spiel mit Brüchen und Klischees
Rheinische Post 28.09.2006 (zu ARBEIT live Konzert)

So klingt wahrscheinlich der Albtraum eines jeden Musikantenstadl-Fans. "An den deutschen Mond" fegt Hirn und Ohren frei, man hört die Lieder wieder neu. Grotesk verzerrt klingt das neue Gewand manchmal und nach anfänglicher Irritationsphase für einige Hörer sogar zum Mitsingen. "Simsaladim, bamba, saladu, saladim": da war das Volkslied wieder da.
Westdeutsche Zeitung 27.9.06 (zu ARBEIT live Konzert)

Alles ist nie nur einfach Lied, sondern durchdrungen von Geschichte, Aneignung, Verweigerung, Hoffnung, Utopie. Das ist vehement zu hören in der Art, wie Augst, Daemgen und Reiss sich ihren Stücken nähern, wie sie mit den Klischees kokettieren, die ihrem Material inne wohnt, wie sie die Nostalgie enttarnen, mit denen alle, Eisler, Marx, das Volkslied, immer wieder vereinnahmt werden. Und wie sie doch auch immer die ursprüngliche Kraft der Idee nie aus dem Blick verlieren, gerade weil sie sich ihr nicht naiv hingeben.
FR 16.9.06 (zu ARBEIT live Konzert)

Mit ihrem virtuosen Sprechstück "shopping systems" lieferten die beiden Medienkünstler Oliver Augst und Stefan Beck einen hochkomischen Auftritt, der dem Oberthema des Sommerprogramms der Klanggalerie t-u-b-e "vernetzt" in jeder Hinsicht gerecht wurde. Noch während ihrer unterhaltsamen Live-Show konnte das Publikum via Internet "unschlagbare Marken-PCs zu fantastischen Preisen" erwerben. Daraus entwickelten die Künstler ein rasantes Rollenspiel, das den Computer als Maschine in all seinen Facetten darstellte.
Neue Zeitschrift für Musik 4/2006, Tobias Söldner

Dada-Schumanniade in Punk
Frankfurter Neue Presse 24.5.06 (zu "KOMET" electronic music theater)

Ahnung von Stille und Ewigkeit
FR 22.5.06 (zu "KOMET" electronic music theater)

"Ich bin's", sagt Ehinger, Schumann zitierend. Aber auch das Ich der Musiker bleibt präsent. Und diese Ich-Perspektiven müssen kein "Wir" werden, sondern bleiben autonom. Das über 80 Minuten auszuhalten, ohne auch nur einen Funken an ästhetischer Konsequenz einzubüßen, ist allein eine hohe Kunst.
FR 22.5.06 (zu "KOMET" electronic music theater)

Wie in einer Raumkapsel, die im unendlichen Kosmos Schumanns Geist begegnet
Neue Rhein Zeitung 15.5.06 (zu "KOMET" electronic music theater)

Ein intensiver und geradezu magischer Abend
Rheinische Post 15.5.06 (zu "KOMET" electronic music theater)

Zeit- und Genrelinien, Wort und Musik, Wohlklang und Geräusch kreuzten sich zu einem intensiven Erlebnis. Kreativ, formal innovativ, experimentell und doch sofort intuitiv verständlich: besser kann sich ein Festival die Umsetzung eines Kompositionsauftrages gar nicht wünschen.
Westdeutsche Zeitung 15.5.06 (zu "KOMET" electronic music theater)

Natürlich ist "Long Live The People Of The Revolution" dem Titel gemäß ein Bekenntnis dazu, dass linke Ideen und Forderungen nicht der Vergangenheit angehören. Doch dieses Bekenntnis wird in einer neuen, zum Teil sogar humorvollen, immer aber schön schäbigen Form zum Ausdruck gebracht. Manchmal klingen die Stücke wie eine Minimal-Version von den Pogues oder The Fall. ... Wenn Pettibon whiskeygeschwängert sein "Long Live The People Of The Revolution" schmettert, ist das kein Sakrileg, sondern das ist einfach ergreifend. Selten war Sozialismus so sinnlich.
Testcard 15 (April 2006), Martin Büsser (zu "Long live the people of the revolution" Hörspiel)

Was Blank hier vorlegen, kann man tatsächlich als eine Art klangliches Archiv, also Hör-Duden, auffassen.
(Testcard 4/06 zu LP "Duden" von Blank)

Verschmitzt, immer gut überlegt und durchweg frech, also dem Geist von Punkt ziemlich nahe.
(Testcard 4/06 zu CD "Post" von Blank)

Die musikalischen Aktionen hinterlassen einen Eindruck des Heroischen, als gelte es, den Instrumenten etwas abzutrotzen.
FR 10.2.06 (zu Augst/Korn "Hyperghetto")

Die Hyperghetto-Lecture ist Konzert und Kabarettabend zugleich.
Offenbach-Post 9.2.06 (zu Augst/Korn "Hyperghetto")

Augsts Röslein auf der Heiden bewegt sich sexy im Wind wie Kylie Minogue
Kulturnews 11/05 (zu "An den Deutschen Mond" CD)

Karg, subtil und anrührend.
dpa 5/05 (zu "Zeit der Schildkröten" Ruhrfestspiele Recklinghausen, Bühnenmusik von Augst/Daemgen)

Sehr poetisch, mit einem eindringlichen Klangteppich unterleg.
Recklinghäuser Zeitung 5/05 (zu "Zeit der Schildkröten" Ruhrfestspiele Recklinghausen, Bühnenmusik von Augst/Daemgen)

Oliver Augst, Reto Friedmann und Michael Wagener spürten den Worten auf Wanderungen und Reisen nach. In ihrer Gemeinschaftsarbeit "worten" entstehen diese Bedeutungszusammenhänge aus der immer wieder neu stattfindenen Kombination von gefundenem und erfundenem Material.
BZ (zu "Worten" im Berliner Kunstsalon 2005)

Mostly, this is a warm and affectionate personal project that captures the atmosphere of that politically turbulent period before the Third Reich silenced dissenting voices in Germany.
The Wire, Issue 258, 8/05
(zu "Long live the people of the revolution" Hörspiel)

Augst und Korn sind keine Altvorderen, sondern durch Punk, Techno und Free Jazz sozialisiert, dementsprechend radikal sind ihre Stücke...
Stadtrevue köln 8/05 Felix Klopotek
(zu "Long live the people of the revolution" Hörspiel)

Augst, Daemgen, Korn lassen sich als musiksoziologische Archäologen beschreiben, die in verschrobenen Neuinterpretationen einer längst Geschichte gewordenen Materie verschüttete Befindlichkeiten freilegen.
NZfM 7/05 Dirk Wieschollek (zu "MARX" CD)

Eine erstaunlich ausgewogene Dramaturgie von Steigerungs- und Entspannungsphasen und perfekt abgemischte Elektronik, die selbst leiseste Zuspielungen mit größter Deutlichkeit erkennen lassen.
MusikTexte 105, 5/05 Rainer Nonnenmann (zu "JUGEND. Volume I: Freud")

Das falsche Pathos, das sich in der Geschichte (auch oder gerade des ehemaligen Ostblocks) über die revolutionären Arbeiterlieder von Eisler und anderen legte, wird hier gründlich abgewaschen.
NMZ 6/05 (zu "MARX" CD)

Weder nostalgisch noch pathetisch, sondern mehrfach gebrochener Avant-Folk-Pop, der so vielschichtig wie Raymond Pettibons Zeichnungen funktioniert.
INTRO 128, 5/05, Martin Büsser
(zu "Long live the people of the revolution" Hörspiel)

Forscher auf dem Feld der politischen Kulturen und Utopien
FAZ 21.4.05 (zu "Long live the people of the revolution" Hörspiel)

Elektronische Materialästhetik mit ihren Collagetechniken schreddert förmlich das Material, schält das Skelett von Textkorpus und Melodie heraus, wie sie ansonsten die Winde des Zeitgeists herausgeschliffen haben. Einiges erinnert von seiner Klanggestalt gar an die Versuche, per Radiowellen mit Toten zu kommunizieren.
Hans Plesch für ZORES auf Radio Z, 5.4.2005 (zu "MARX" CD)

Frisch und kurzweilig: "Jugend. Volume I: Freud" wurde eine irrwitzige und vielschichtige Performance.
nrw kulturserver, Petra Hedler - Ausgabe April 2005

"Jugend. Volume 1: Freud": zwischen konkreter und synthetischer Musik, Theater und Live-Hörspiel. Mit der Uraufführung ihres "electronic music theatre" hatten die in Takeoff-Position formierten Freudianer Augst, Daemgen, Dézsy, Korn nicht nur ihr eigenes, höchst eigenwilliges Projekt auf die Zielgerade geführt, vielmehr dem "Forum neuer Musik 2005" zu Festivalschluss noch nachträglich sein Symbol geliefert: Aufbruchsmoment und Absturzgefahr ganz nah beieinander – das Wagnis, ohne das kein Kunstentwurf auskommt.
nmz, Georg Beck 4/05

Changieren zwischen Semantik und Musik, zwischen Assoziationen und dem sinnlichen Erfahren charakterisiert die spezielle Klangästhetik der Gruppe "Arbeit" .... Ihre Interpretation der Volkslieder, sei es auf der Bühne, auf der CD oder im Hörspiel, sind scharfsinnige, in zeitgenössische Klanggestalten gegossene Reflexionen des Themas, die stets auch eine subtile politische Komponente enthalten.
Neue Zeitschrift für Musik 2/2005 Hanno Ehrler (Porträt Gruppe "arbeit")

Exclusive! The only UK gig by this extraordinary trio of German musicians- Oliver Augst (vocals), Gregor Knuppel (violin and electronics) and Tobias Schmitt (Electronics). The charismatic Augst works in experimental theatre, sound art, folk music and free-improv and has collaborated with artists as diverse as Blixa Bargeld and the great accordionist Rudiger Carl. Don't miss this amazing collaboration.
Scaledown 3/05 London

Man amüsiert sich köstlich über die gewitzten Verknüpfungen.
FAZ 13.3.05 (zu "JUGEND. Volume I: Freud")

Wie eine Verlockung. Eine Mahnung. Eine Erinnerung.
Frankfurter Rundschau 14.3.05 (zu "JUGEND. Volume I: Freud")

Ein Stück für jeden, der sich genervt vom konventionellen Musiktheater verabschiedet hat.
Frankfurter Neue Presse 12.3.05 (zu "JUGEND. Volume I: Freud")

Eindringlich: "Jugend. Volume I: Freud", surreale Situationen zwischen Konzert, Talentprobe und Therapiesitzung; was Musik ist und was sie sein kann.
Kölner Stadtanzeiger 9.3.05

Nicht nur hellsichtig, sondern auch als Hörspaß einmalig. Arbeit und Deutschlandradio sei dank!
Pro Sieben (Die Kritik 14.2.05 zu "MARX" CD)

Identität ist gefragt
nmz 2/05 (zu "JUGEND" electronic music theater)

Oliver Augst rezitiert, agiert, kontrolliert via Mischpult.
Ö1, ORF highlights 13.1.05

Augst, Daemgen und Korn lassen sich weniger von Gesinnung als von historisch reflektierender Intelligenz leiten. Der größte Teil der Stücke kommt nicht markig vorbeimarschiert, sondern erscheint als fragiler Traum, geräusch- und materialhaft, denkend, sinnend, intim und gefühlvoll. Die kompositorische Arbeit ist ein vielschichtiges, sensibles Spiel mit Lärm und Stille, das, neben einem souveränen Umgang mit zeitgenössischer elektronischer Musik, auch einen an Hanns Eisler geschulten Materialbegriff erkennen lässt.
FR 3.1.05 (zu "MARX" CD)

Spitzensounds im Triple-Pack!
Heute 2.11.04 Wien (zu "blank plays duden")

Turntablism trifft auf elektronische Avantgarde trifft Jazz trifft Performance trifft Kunst trifft Clubkultur für Kravattenträger.
Falter Wien 11/04 (zu "blank plays duden")

BLANK legen Platten auf, alleine und zusammen und nicht in scheinheiliger Dancefloor-Virtuosität.
Jürg Halter, Bern (zu "blank plays duden")

Drei Männer legen Platten auf: Seriöser Spass, grosse Klänge, unendliche Manöver!
Taktlos Festival, Bern 04 (zu "blank plays duden")

Na, das ist ja ganz was Feines. Blank machen den Loop zum Prinzip. Statt einer spiralförmigen Rille gibt's auf ihren Platten 240 geschlossene Kreise. Das Terzett hat dazu eine ausgetüftelte Spielanleitung entwickelt. »Duden« ist nicht nur Platte, nein, mit ihr wird der heimische Schallplattenspieler zum Instrument (aber erst mit Dreien macht's richtig Spaß).
Machtdose 7/04 (zu "blank plays duden")

Urheber dieses kleinen Wunders, das den stolzen Titel Duden trägt, ist das Trio Blank, bestehend aus Rüdiger Carl, Oliver Augst und Christoph
Korn ... - ein kurzweiliges und enorm musikalisches Spiel mit Zufall, Fantasie, Verabredung und Gruppendynamik.
FR 2.7.04 (über blank plays duden)

Dem Trio von Oliver Augst (Elektronik), Christoph Korn (E-Gitarre) und dem schwedischen Schlagwerker Sven-Åke Johansson ist umtriebige künstlerische Vitalität auch für die Zukunft zuzutrauen.
FR 29.4.04

Kunkel-Augst-Zingaro-Korn beschlossen den grenzenlos bunten Abend mit einem bewußt alle Erwartungen unterlaufenden "besinnlichen" Viergesang aus der Folklore des Alpenraums.
FAZ 28.4.04

Musik über Musik
TAKTLOS Bern 03, (Peter Kraut zu "Blank meets Pettibon")

Ihre Musik deckt die Verschiedenheit ihres Denkens nicht zu.
FR 6.10.03 (zu "Blank")

Das Publikum durfte sich seinen eigenen Reim darauf machen, und das ist gut so. Wider Vorgekautes durch die Kulturmaschine!
Oberösterreichische Nachrichten 12.9.03 (zu "MARX" auf der Ars
Electronica)

Ein Trio, das in der Lage ist, von der radikalen Freiheit seines Diskurses hypertextuelle Erwähnungen von Public Enemy bis zu Grand Funk Railroad zu artikulieren.
La Vanguardia Aug 03 (zu "Blank meets Pettibon")

Augst/Korn nahmen dem Zufall den Nimbus eines universellen Glücksritters.
FR 30.8.03 (zu "Volksliedmaschine")

For Raymond Pettibon´s Grand Funk Railroad tribute "We´re An American Band" in a prime slice of absurdist vaudeville, a mildly distorted Augst reiterates the intention to "tear that hotel down".
The Wire 7/03 (about "blank meets Pettibon" CD)

Selten klang die Reduktion aufs Wesentliche angemessener und provokanter. Rough and straight. MC5 ohne Bombast. Reduktion auch in der Laufzeit. 24 Minuten dauert die Performance, der Hochspannungsbogen wird aufrecht gehalten - J Mascis hätte seine wahre Freude gehabt an der konzertierten, konzentrierten Aktion. Mehr geht einfach nicht. Und noch was: Der Repeat-Button auf meinem CD-Player - endlos, immer wieder - hat endlich wieder einen Sinn, eigentlich sogar zum ersten Mal.
Spex 7/03 (zu "Blank meets Pettibon")

"MARX" points to the humor so central to TEXTxtnd's vision. It is kind of the moderating agent in what often seemed the senseless babble of the world, which the artists so yearn to coax into harmony. It is also an essential aspect of their deeply felt humanism.
International Herald Tribune 26.6.03

"Wir sind das Bauvolk", ruft Oliver Augst zu Beginn in sein Megaphon - Alles ist Material geworden, bloßes Zitat vergangener Epochen, das dennoch eine wahre Flut von Assoziationen hervorruft, von den Künstlern durchleuchtet, auf seinen Gehalt abgeklopft und schließlich musikalisch destruiert wird.
FAZ 7.2.03 (zu "MARX")

Erst wenn Marx aus unserem Ohr blutet, ist es genug.
FR 1.2.03 (zu "MARX")

Extravaganter Gesang
Jazzthetik 02 (zu "An den deutschen Mond")

Nicht allein als politische Kunst, sondern auch als mediales Experiment ist Korns und Augsts Stück ein Ereignis.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.12.2002 (zu "Hyperghetto")

Das Resultat der avancierten Klangarbeit, von Oliver Augst, Marcel Daemgen, dem österreichischen Musiker Thomas Dezsy und Christiph Korn: die Hymen, Lieder und Texte sind sehr virtuos in ein vielschichtiges, geräuschaftes Klanggeschehen gebettet... und weichen die Eindeutigkeit des Vertrauten auf, verunsichern oder pointieren es und überführen es in eine polyphone zeitgenössische Klangwelt.
DLF 11/02 (zu "MARX" electronic music theater)

When he is not manipulating electronics, Augst sings strange lyrics, only half-decipherable because of the effects in his voice. ... The trio blank together with Carl and Korn proposes a turn-of-the-century, post-postmodern version of Cassiber. Strongly recommended.
Couture, All Music Guide 7/02

Augst samt Crew verzerrte die Volksweise "Auf einem Baum ein Kuckuck saß" mit harten Rückkoppelungen und Gitarrenriffs, die sich zwischen Udo Jürgens, Iron Maiden, Elektropop und Christoph Schlingensief bewegten...
Stuttgarter Zeitung 2.7.02

"Endlich mal Ruhe!" seufzte Christoph Korn, als er hinter sich die Tür ins Kleine Studio schloss, wo die von ihm und Oliver Augst entwickelte Volksliedmaschine für eine Weile stillgelegt worden war. Vor kleinem Publikum wurde hier angeboten, was auf der intermedium ansonsten weitgehend absent geblieben war: Theorie.
Springerin 04/02

Das Ergebnis des Projekts "Volksliedmaschine" von Oliver Augst und Christoph Korn ist ein bemerkenswertes Spektrum bekannter Text- und Liedelemente in unbekannter Präsentationsform - eine Wiederentdeckung der Oralität in der Klanggestalt des 21. Jahrhunderts.
Funkkorrespondenz 15/02 (Götz Schmedes)

Medienkünstler auf der Medienkunst Biennale "intermedium2" des ZKM Karlsruhe verwenden die Datenreproduktion als Code für die eigene Arbeit, wie etwa Oliver Augst und Christoph Korn in ihrer "Volksliedmaschine", die das Material - deutsches Liedgut in Wort- und Tonfetzen - hörbar macht: eine Art postromantisches Klangkunstwerk.
Badisches Tagblatt, 25.3.02

Stimmige Zusammenführung von altem Volksgut mit den Hörgewohnheiten der Gegenwart.
HAZ, 8.5.2002

"Anmut sparet nicht / noch Mühe / Leidenschaft nicht / noch Verstand". Oliver Augst, der zusammen mit der fragilen Stimme Alexandra Maxeiners den Gesangspart der Lieder bestreitet, singt mit seiner zwischen Udo Jürgens- und Klaus Kinski-Tonfall unnachahmlich pendelnden Stimme von diesen politisch bis heute reine Utopie gebliebenen vier Tugenden. (...) Mahlers Wunderhorn-Lieder von 1892, Eislers Neue deutsche Volkslieder von 1949 und Augst, Daemgens, Korns "revised german folk songs" von 2001 - das ist dreimal der Versuch, das Einfache und Kollektive vom Ruch der ästhetischen Beschränktheit zu befreien. Sicher ist: der jüngste Versuch ist ein Volltreffer geworden.
FR, 27.12.01

Korn und Augst zeigten, auf welchem Niveau es möglich ist, mit Technik musikalisch umzugehen.
Frankfurter Rundschau 8.12.01

OLIVER AUGST/RUDIGER CARL/CHRISTOPH KORN Blank CD
This is a fascinatingly befuddling listen, quite unlike anything else with Carl's name on it, and a million miles from the kind of music you'd usually associate with FMP. Something of a surprise favourite around these parts in recent months, this comes highly recommended.
www.info.net

Oliver Augst/Rüdiger Carl/Christoph Korn-Blank (FMP)
Recorded in 1999 with drum-machine, musical clock, mouth organ, accordion and electronics. FMP proves they can still put out the most geniunely odd records on earth. I still can't believe they call this 'jazz'
Twisted Village, 6/2001

Augst und Ehinger gehen stimmlich souverän mit Sprache um; ihre Bühnenpartner sind versierte Instrumentalisten.
Offenbach Post, 14. Mai 2001

Oliver Augst bringt die blutrünstige Mär des »Jägers aus Kurpfalz« per Megafon zu Gehör.
Main Echo, 2. 5. 2001

"Da kam ein junger Jäger", verkündet Oliver Augst übers Megaphon, "und schoss den armen Kuckuck tot." ... wir können uns mit dem Jäger freuen und über das wunderbare elektronische Musiktheater um den Begriff Heimat, das Michaela Ehinger, Oliver Augst, Marcel Daemgen und Christoph Korn im Theaterhaus aufführen.
Frankfurter Rundschau, 27.04.2001

Die von Augsts Computer erzeugten Geräusche wirken mal wie Kommentare zum Gesprochenen, geben mal den Rhythmus an. Dann wieder reißt Oliver Augst das Geschehen an sich. Seine Wortfetzen, Silben und Klänge klingen poetisch.
Westfälischer Anzeiger, 9. 3. 01

Oliver Augst singt wie Frank Sinatra.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 9. 3. 01

Der Mann der Stunde, die dieses "Stück" dauert, ist sicherlich Oliver Augst, der Geist in der Maschinerie der entfesselten Klänge in der Inszenierung Birgitta Lindes. Kühl tippt er im Lap-Top die Tasten, die je nach Gusto ein Inferno entfesseln, unsinnig komische Jingles einklimpern oder effektvollen Hintergrund aus den imposanten Boxen quellen lassen.
Ruhr Nachrichten, 9. 3. 01

Hier erzeugten der Komponist Oliver Augst und der Videokünstler Theo Roos einen beeindruckenden Rahmen aus Tönen und Bildern für die performativen Darbietungen von Blixa Bargeld und Elettra de Salvo.
taz Berlin, 16.02.2001

All das geschieht unter souveräner, formvollendet dramatischer Nutzung der Stille und von elektronischen Stör- und Verfremdungsgeräuschen zur Herstellung von Distanz. Wie man das von der Musik kennt, gibt es Reprisen, die aber nie als Wiederholung wirken, sondern als Wiederkehr von Unerledigtem oder Beharren auf ungelösten Fragen: Ein Eisler-Hörspiel also, das von Eisler selbst gelernt hat und darum nie naiv wird.
FR 18.7.2000 (zu dem Hörspiel "Eisler Prospekt")

Komponist und Musiker Oliver Augst und Blixa Bargeld, Frontmann der "Einstürzenden Neubauten", haben eine flächige Klangcollage erstellt, die die Inszenierung zugleich trägt und begrenzt. Nicht nur akustisch klammern beide die Szene.
Frankfurter Rundschau, 15.12.2000

submerged and highly processed vocals of Augst. If you're up for a challenging listen, look no further.!
Cadence, December 2000

Durch die Einbeziehung des Musik- und Sprachcomputers in die Inszenierung von Birgitta Linde hebt Oliver Augst das Sprachspiel auf ein neues Niveau, führt Sprache in reinen Klang über und erzeugt durch Rückkopplungen, Samples und immer neue Klangschichten ein faszinierendes Hörerlebnis, das Avantgarde der zwanziger Jahre und Hip-Hop der Jahrtausendwende ineinanderrührt.
FAZ, 12/00

Augst und Bargeld bringen ihre eigene Textur ein. Augst entlockt dem Laptop Geräusche. Etwa ein Schleifen, wenn die Finger über die Kante des Bildschirms fahren. Zwischen Gesang und Sprache ist die Stimme definiert.
Offenbach-Post, 16. 12. 2000

Oliver Augst, der seine Klänge scheinbar fast ohne Motorik per Laptop, Stöpselbrett und letztlich ganz simpler Mikrophoneffekte erzeugte, provozierte nun auch den analytischen Blick.
LVZ/Leipziger-Volkszeitung, 08.07.2000

Auch mit Film-Wassern gewaschen: der Komponist Oliver Augst in "Winterspruch", einer Hommage an die Lieder Hanns Eislers von Peter Rippl.
Offenbach Post, 28. 10. 99

Oliver Augst und Christoph Korn operieren an der Schnittstelle von Lärm und Theroie: freie Musik, die so perfekt sitzt wie ein maßgeschneiderter Anzug.
Felix Klopotek, Stadtgarten Köln, 9/99

Augst hatte, gemeinsam mit Rüdiger Carl und Christoph Korn, einen Schlusspunkt gesetzt, wie man ihn feiner und subtiler sich kaum vorstellen kann. Als die "Hausmeister" spielten sie nicht Persiflagen durch die Musikgeschichte, sondern Persiflagen durchs Leben und erbrachten den Beweis, dass doch etwas dran ist an der Hausmeisterei.
Frankfurter Rundschau, 8. 9. 99

Klanglich prägend für Augst ist das weiße Rauschen. Es ist der unbestimmteste Klang, da es alle Töne des Spektrums erfasst. Augst filtert daraus behutsam einige Schichten, deckt so Interferenzen zu oder konzentriert das Rauschen zu einem ganz engen Cluster mit plötzlichen Ausreißern.
Esslinger Zeitung, 22. 5. 99

Der Spagat zwischen Kommerz und akustischer Kunst, der das Konzeptalbum prägt, ist bewußt provoziert und macht auch dieses Produkt, das beim eigenen Label TextXTND erschien, in der Tat singulär.
nmz 6/99 Frank Kämpfer ( zu "Brecht/Eisler" CD)

Der neue Klang der Eisler-Lieder ist so etwas wie die Anwendung des Verfremdungseffekts auf dessen exponierten musikalischen Vertreter selber, so ausgespart und freigestellt von letzten tonsetzerischen Kunstliedschlacken wirkt die musikalische Konstruktion. Sie fußt jetzt meist auf einer Art Trockeneis-Pop, den Oliver Augsts Stimme zum perfekten V-Effekt stilisiert. Augst, der das Zeug hätte, einen Udo Jürgens-Lindenberg der sophistischen Pop-Artikulation abzugeben, hatte mit softer Stimme und Entertainer-Habitus Entscheidendes dazu beigetragen, durch Smartness & Sprödigkeit im Vortrag das kritische Salz der Lieder, ihre reflexiv-ironische Sinnlichkeit wieder brauchbar zu machen.
Frankfurter Rundschau 22.05.1999

De tyska megafonrapparna Freundschaft framförde enstaka ljud sorn hölls ihop till es sammanhängande yta.
Dagens Nyheter, Stockholm, 2. 12. 98

Oliver Augst sitzt zwischen Michaela Ehinger und Rüdiger Carl als die selbstreflexive Institution des Bühnengeschehens. Mal läßt er sich mitreißen, mal lauscht er, und oft schwenkt er am langen Arm ein Mikrophon, um die Beiträge der anderen durch ein kleines Gerät mit ein paar Reglern noch einmal ans Publikum zu schicken.
Frankfurter Rundschau, 26.10.1998

Oliver Augst singt kunstlos, aber ausdrucksvoll, ganz leise und mit dem Mund so nahe am Mikro, daß beim Hören der Eindruck entsteht, man habe das Ohr nahe am Mund des Sängers. Die so entstehende vibrierende Intimität im meist elektronisch gestalteten kühlen Klangraum lenkt ein fahles, kunstvoll modellierendes Licht auf Brecht und Eisler.
Frankfurter Rundschau 24.10.1998

Ende der Freundschaft: Der gute Geschmack, schreibt der Komponist Oliver Augst, bedeute den Tod der Kunst.
Frankfurter Rundschau, 30.3.1998

"Konzentrierte Asynchronität. Zurückgestoßen auf seine eigene Phantasie, kann der Zuschauer hier nicht konsumieren, sondern ist gezwungen, sich kraft seiner Vorstellung diese 'fremde Erde' erst zu erobern." (Dresdner Zeitung 22.6.1998 zu "Fremde Erde")

Dann startet Oliver Augst seine Musik: Eine Noise-Komposition mit unheimlicher Spannung in den energetischen Bündelungen, die sehr plastisch wirkt und sich zu einer komplexen Rhythmik aufschaukelt und den Ort quasi zeitlich und räumlich gliedert.
FR, 98 (zu "Meermenscher Mehr")

"Zur Selbstverständlichkeit wurde, daß nichts, was die Kunst betrifft, mehr selbstverständlich ist" - mit dem Eröffnungssatz aus Adornos Ästhetischer Theorie schmückten die Improvisateure Augst, Carl, Korn ihren Programmzettel zur "Musik am Nachmittag" im Holzhausenschlößchen, was vermuten ließ, daß dort zur Teatime kein Hagebuttentee gereicht würde. Die drei Künstler waren allerdings sophistisch genug, dem Satz des Frankfurter Ästhetikers mittels Musik eine spezifische Fortsetzung zu geben: "... aber eben auch das Nichtselbstverständliche nicht".
Frankfurter Rundschau, 28.10.1997

Allerdings haben wir gemerkt, daß das "alte" Medium Radio noch lange nicht ausgedient hat: man höre die Performance von Augst & Beck!
Telepolis (emaf), 1997 Osnabrück

Die klangliche, rhythmisch-vokale Dimension der Sprache profilierte sich bei langsamem Tempo stark, und lange Pausen zwischen den einzelnen Wörtern im Verein mit der beherrschten und diskreten Diktion Augsts schienen den Abend insgeheim unter das Motto "Gertrude Stein meets John Cage" zu stellen.
Frankfurter Rundschau, 21.05.1997

"Fremde Erde ist ohne markante Geländepunkte wie eine Wüste, die ihre eigene Faszination hat." (DNN 14.11.1997 zu "Fremde Erde")

Bei "Auswurf" von Oliver Augst sind Einsätze und zeitliche Abläufe festgelegt. Die Partitur ist ein Gedicht, das in unterschiedlichen Schriftgrößen notiert ist, die den Co-Musikern Lautstärke und Dynamik vorgeben. Es handelt sich also um Vorgaben im Sinne des Kategorischen Imperativs, die erst dann verwirklicht werden, wenn jedes Individuum sich eigenverantwortlich nach besten Kräften zu einer gesellschaftlichen Gesamtverantwortung bekennt - mithin um das utopische Modell der herrschaftsfreien Demokratie.
FR, 26. 3. 1996

Noch mehr drückt sich in Augsts Arbeiten aus, was er eine "Verweigerungshaltung" nennt gegenüber einer "feist-funktionierenden Welt", wie sie der Amerikaner Morton Feldman einmal genannt hat.
Frankfurter Rundschau, 2. 1. 1996

Das Frankfurter Duo "Augst und Beck" protestierte in seiner "Sprech-Arbeit" mit oft groben ästhetischen Mitteln gegen brutales Vorgehen der Frankfurter Polizei gegen Partygäste.
Stuttgarter Zeitung, 15. 12. 1995

"Michaela Ehinger vermochte der schönen und immer wieder auch befremdenden deutschen Sprachlandschaft Leben "einzuhauchen". Bilder von Krieg und Gewalt, die hier (im krassen Gegensatz zu Texten von Andreas Gryphius) durchaus in manchmal verherrlichender Weise dargestellt werden, begegnete Michaela Ehinger mit einem höchst musikalischen Crescendo, das dem beherrschenden Parlando-Ton zuweilen regelrecht trotzte." (Stuttgarter Zeitung 1995 zu "Fremde Erde")

Von der Bildzeitung bis zur FAZ sind alle gerührt. Die Bild-Kritik "Augst und Beck haben sich auf Anhieb in das Herz von Millionen Hörern gespielt", hört sich zwar an, als sei sie einer "Heim für Tiere"-Sendung entnommen. Doch lassen wir uns nicht abschrecken und lauschen dem Duo, das den "Krieg im Äther" beenden will.
Falter Wien, 12/94

He is a musician that is crossing real boundaries. If you haven't heard of him, it's because he's crossed a boundary that matters.
Downtown, NYC, 7/1993

Oliver Augst, charismatic lead vocalist, miscellaneous sound maker and centre stage man.
Village Voice, NYC, 16. 6. 1993

In einer eindrucksvollen Gestaltung eines Klangraums zeigte Oliver Augst seine Auseinandersetzung mit "Kolik" von Rainald Goetz als synergetischen Prozeß zwischen Mensch und Maschine.
HfG Forum, 1991

 

 

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